App entwickeln lassen: der Ablauf in sechs Phasen
Von der ersten Idee bis zur App im Store: welche Phasen ein Projekt durchläuft, was du in jeder Phase beitragen musst und woran du merkst, dass ein Projekt auf Kurs ist.

Wer eine App entwickeln lassen will, durchläuft sechs Phasen: Anforderungen klären, Design, Entwicklung, Test, Veröffentlichung und Betrieb. Jede Phase sollte mit einem Ergebnis enden, das du in der Hand hast, etwa einem Anforderungsdokument oder einem klickbaren Design. Im Schnitt dauert eine App zwei bis sechs Monate, ein erster nutzbarer Stand ist deutlich schneller erreichbar.
Kurz gesagt: Ohne schriftliche Anforderungen und ohne fertiges Design sollte keine Zeile Code entstehen. Achte darauf, dass du nach jeder Phase etwas Greifbares bekommst und dass Store-Konten, Repository und Hosting von Anfang an auf dich laufen. Plane den Betrieb nach dem Launch gleich mit ein.
Phase 1: Anforderungen klären und festhalten
In der ersten Phase wird schriftlich festgehalten, was die App können soll. Das Ergebnis ist ein Anforderungsdokument mit dem Funktionsumfang. Erst daraus lassen sich Aufwand, Dauer und Preis ableiten.
Am Anfang steht meist ein Gespräch über den Ablauf, der heute Zeit kostet. Bei uns dauert dieses Erstgespräch 15 Minuten und ist kostenfrei. Danach geht es um Details: Wer nutzt die App? Welche Rollen gibt es? Welche Daten werden gespeichert, und wo? Welche Systeme müssen angebunden werden?
In das Anforderungsdokument gehören auch Fragen des Datenschutzes. Dazu zählen der Serverstandort, die eingesetzten Drittdienste und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Du musst dafür kein Lastenheft schreiben können. Hilfreich ist aber, wenn du deinen heutigen Ablauf Schritt für Schritt beschreiben kannst, mit allen Umwegen über Excel, E-Mail oder WhatsApp.
Phase 2: Das Design der App in Figma
In der zweiten Phase wird jeder Screen gestaltet, bevor programmiert wird. Figma ist ein Werkzeug, in dem Designs entstehen, die sich wie eine echte App durchklicken lassen. Das Ergebnis ist ein klickbares Design aller Ansichten.
Diese Phase spart später am meisten Geld. Eine Änderung im Design ist eine Sache von Minuten. Dieselbe Änderung in fertigem Code kann Tage dauern. Klick dich deshalb gründlich durch und zeig das Design auch den Leuten, die die App später nutzen.
Phase 3: Entwicklung in sichtbaren Abschnitten
In der dritten Phase wird die App auf Basis des freigegebenen Designs programmiert. Gute Entwicklung zeigt dir dabei regelmäßig lauffähige Zwischenstände, nicht erst am Ende ein fertiges Ergebnis.
Unter der Oberfläche passiert dabei mehr, als man sieht: Anmeldung und Sicherheit, Rollen und Rechte, eine erweiterbare Datenstruktur, Push-Nachrichten, Schnittstellen zu anderen Systemen und oft ein Adminbereich, in dem du Inhalte selbst pflegst. Wir entwickeln Apps mit Flutter und Firebase. Flutter erzeugt aus einer Codebasis Apps für iOS, Android und das Web.
Wichtig in dieser Phase ist der Umgang mit Änderungswünschen. Sie kommen in jedem Projekt vor. Sinnvoll ist, sie schriftlich zu ergänzen und im Aufwand zu bewerten, bevor sie gebaut werden. So gibt es am Ende keine Überraschung bei Zeit und Kosten.
Phase 4: Test und Abnahme
In der vierten Phase wird die App gegen das Anforderungsdokument geprüft. Getestet wird auf allen Zielgeräten, auf Funktion und auf Geschwindigkeit. Was abweicht, wird vor der Abnahme behoben.
Das Anforderungsdokument zahlt sich hier ein zweites Mal aus. Es ist der Maßstab, an dem die Abnahme gemessen wird. Ohne dieses Dokument wird aus der Abnahme schnell eine Diskussion darüber, was eigentlich vereinbart war.
Phase 5: Veröffentlichung im App Store und Play Store
In der fünften Phase geht die App live. Für iOS braucht es ein Konto im Apple Developer Program, für Android ein Konto in der Google Play Console. Beide Konten kosten eine Gebühr und sollten auf deinen Namen laufen, nicht auf den des Dienstleisters.
Apple und Google prüfen Apps vor der Veröffentlichung. Plane dafür etwas Zeit ein, besonders bei der ersten Version. Zur Übergabe gehören außerdem der Quellcode, alle Zugänge und eine Einweisung in den Adminbereich.
Phase 6: Betrieb und Ausbau nach dem Launch
Die sechste Phase beginnt mit dem Launch und hört eigentlich nie auf. Betriebssysteme bekommen Updates, Abhängigkeiten müssen aktualisiert werden, und die meisten Apps wachsen nach dem Launch weiter.
Kläre vorher, was bei einer Störung passiert. Mit einem Betreuungsvertrag gilt bei uns eine feste zugesagte Frist, ohne Vertrag wird nach Verfügbarkeit geholfen. Laufende Kosten wie Hosting, Store-Gebühren und Betreuung sollten im Angebot einzeln stehen.
Welche Fehler kosten beim App-Projekt am meisten?
Die teuersten Fehler passieren vor der ersten Zeile Code. Diese vier sehen wir am häufigsten:
| Fehler | Folge | Besser |
|---|---|---|
| Bauen ohne schriftliche Anforderungen | Streit bei der Abnahme, Nacharbeit | Funktionsumfang vorher festhalten |
| Design überspringen | Änderungen erst im Code, also teuer | Klickbares Design freigeben |
| Store-Konten und Repository beim Dienstleister | Abhängigkeit, Umzug schwierig | Alles von Anfang an auf dich |
| Betrieb nicht eingeplant | Veraltete App, Sicherheitslücken | Wartung und Updates mitplanen |
Ein weiterer Tipp: Fang klein an. Ein klar geschnittener erster Umsetzungsschritt, oft MVP genannt, zeigt früh, ob die Annahmen stimmen. Ein MVP ist die kleinste Version einer App, mit der echte Nutzer echte Aufgaben erledigen können.
Wie läuft es ab, wenn du bei mawu eine App entwickeln lassen willst?
Bei uns läuft jedes App-Projekt genau durch diese sechs Phasen, mit wöchentlichen Calls und einem Ergebnis nach jeder Phase. Bezahlt wird in gleichen Monatsraten über die Projektlaufzeit, die Nutzungsrechte gehen mit der Schlusszahlung vollständig auf dich über.
Alle Details zur Zusammenarbeit stehen unter Vorgehen. Welche Arten von Apps wir bauen, von MVPs über Kundenportale bis zu internen Tools, zeigt die Seite App-Entwicklung. Beispiele findest du unter Arbeiten.


