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App entwickeln lassen: der Ablauf in sechs Phasen

Von der ersten Idee bis zur App im Store: welche Phasen ein Projekt durchläuft, was du in jeder Phase beitragen musst und woran du merkst, dass ein Projekt auf Kurs ist.

Veröffentlicht 4 Min. Lesezeit
Designer drafting sketches on graph paper with smartphone and pencils on a wooden desk.
Foto: ready made, Pexels

Wer eine App entwickeln lassen will, durchläuft sechs Phasen: Anforderungen klären, Design, Entwicklung, Test, Veröffentlichung und Betrieb. Jede Phase sollte mit einem Ergebnis enden, das du in der Hand hast, etwa einem Anforderungsdokument oder einem klickbaren Design. Im Schnitt dauert eine App zwei bis sechs Monate, ein erster nutzbarer Stand ist deutlich schneller erreichbar.

Kurz gesagt: Ohne schriftliche Anforderungen und ohne fertiges Design sollte keine Zeile Code entstehen. Achte darauf, dass du nach jeder Phase etwas Greifbares bekommst und dass Store-Konten, Repository und Hosting von Anfang an auf dich laufen. Plane den Betrieb nach dem Launch gleich mit ein.

Phase 1: Anforderungen klären und festhalten

In der ersten Phase wird schriftlich festgehalten, was die App können soll. Das Ergebnis ist ein Anforderungsdokument mit dem Funktionsumfang. Erst daraus lassen sich Aufwand, Dauer und Preis ableiten.

Am Anfang steht meist ein Gespräch über den Ablauf, der heute Zeit kostet. Bei uns dauert dieses Erstgespräch 15 Minuten und ist kostenfrei. Danach geht es um Details: Wer nutzt die App? Welche Rollen gibt es? Welche Daten werden gespeichert, und wo? Welche Systeme müssen angebunden werden?

In das Anforderungsdokument gehören auch Fragen des Datenschutzes. Dazu zählen der Serverstandort, die eingesetzten Drittdienste und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Du musst dafür kein Lastenheft schreiben können. Hilfreich ist aber, wenn du deinen heutigen Ablauf Schritt für Schritt beschreiben kannst, mit allen Umwegen über Excel, E-Mail oder WhatsApp.

Phase 2: Das Design der App in Figma

In der zweiten Phase wird jeder Screen gestaltet, bevor programmiert wird. Figma ist ein Werkzeug, in dem Designs entstehen, die sich wie eine echte App durchklicken lassen. Das Ergebnis ist ein klickbares Design aller Ansichten.

Diese Phase spart später am meisten Geld. Eine Änderung im Design ist eine Sache von Minuten. Dieselbe Änderung in fertigem Code kann Tage dauern. Klick dich deshalb gründlich durch und zeig das Design auch den Leuten, die die App später nutzen.

Phase 3: Entwicklung in sichtbaren Abschnitten

In der dritten Phase wird die App auf Basis des freigegebenen Designs programmiert. Gute Entwicklung zeigt dir dabei regelmäßig lauffähige Zwischenstände, nicht erst am Ende ein fertiges Ergebnis.

Unter der Oberfläche passiert dabei mehr, als man sieht: Anmeldung und Sicherheit, Rollen und Rechte, eine erweiterbare Datenstruktur, Push-Nachrichten, Schnittstellen zu anderen Systemen und oft ein Adminbereich, in dem du Inhalte selbst pflegst. Wir entwickeln Apps mit Flutter und Firebase. Flutter erzeugt aus einer Codebasis Apps für iOS, Android und das Web.

Wichtig in dieser Phase ist der Umgang mit Änderungswünschen. Sie kommen in jedem Projekt vor. Sinnvoll ist, sie schriftlich zu ergänzen und im Aufwand zu bewerten, bevor sie gebaut werden. So gibt es am Ende keine Überraschung bei Zeit und Kosten.

Phase 4: Test und Abnahme

In der vierten Phase wird die App gegen das Anforderungsdokument geprüft. Getestet wird auf allen Zielgeräten, auf Funktion und auf Geschwindigkeit. Was abweicht, wird vor der Abnahme behoben.

Das Anforderungsdokument zahlt sich hier ein zweites Mal aus. Es ist der Maßstab, an dem die Abnahme gemessen wird. Ohne dieses Dokument wird aus der Abnahme schnell eine Diskussion darüber, was eigentlich vereinbart war.

Phase 5: Veröffentlichung im App Store und Play Store

In der fünften Phase geht die App live. Für iOS braucht es ein Konto im Apple Developer Program, für Android ein Konto in der Google Play Console. Beide Konten kosten eine Gebühr und sollten auf deinen Namen laufen, nicht auf den des Dienstleisters.

Apple und Google prüfen Apps vor der Veröffentlichung. Plane dafür etwas Zeit ein, besonders bei der ersten Version. Zur Übergabe gehören außerdem der Quellcode, alle Zugänge und eine Einweisung in den Adminbereich.

Phase 6: Betrieb und Ausbau nach dem Launch

Die sechste Phase beginnt mit dem Launch und hört eigentlich nie auf. Betriebssysteme bekommen Updates, Abhängigkeiten müssen aktualisiert werden, und die meisten Apps wachsen nach dem Launch weiter.

Kläre vorher, was bei einer Störung passiert. Mit einem Betreuungsvertrag gilt bei uns eine feste zugesagte Frist, ohne Vertrag wird nach Verfügbarkeit geholfen. Laufende Kosten wie Hosting, Store-Gebühren und Betreuung sollten im Angebot einzeln stehen.

Welche Fehler kosten beim App-Projekt am meisten?

Die teuersten Fehler passieren vor der ersten Zeile Code. Diese vier sehen wir am häufigsten:

FehlerFolgeBesser
Bauen ohne schriftliche AnforderungenStreit bei der Abnahme, NacharbeitFunktionsumfang vorher festhalten
Design überspringenÄnderungen erst im Code, also teuerKlickbares Design freigeben
Store-Konten und Repository beim DienstleisterAbhängigkeit, Umzug schwierigAlles von Anfang an auf dich
Betrieb nicht eingeplantVeraltete App, SicherheitslückenWartung und Updates mitplanen

Ein weiterer Tipp: Fang klein an. Ein klar geschnittener erster Umsetzungsschritt, oft MVP genannt, zeigt früh, ob die Annahmen stimmen. Ein MVP ist die kleinste Version einer App, mit der echte Nutzer echte Aufgaben erledigen können.

Wie läuft es ab, wenn du bei mawu eine App entwickeln lassen willst?

Bei uns läuft jedes App-Projekt genau durch diese sechs Phasen, mit wöchentlichen Calls und einem Ergebnis nach jeder Phase. Bezahlt wird in gleichen Monatsraten über die Projektlaufzeit, die Nutzungsrechte gehen mit der Schlusszahlung vollständig auf dich über.

Alle Details zur Zusammenarbeit stehen unter Vorgehen. Welche Arten von Apps wir bauen, von MVPs über Kundenportale bis zu internen Tools, zeigt die Seite App-Entwicklung. Beispiele findest du unter Arbeiten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, eine App entwickeln zu lassen?
Eine App entwickeln zu lassen dauert bei uns im Schnitt zwei bis sechs Monate, je nach Umfang. Ein erster nutzbarer Stand, ein sogenanntes MVP, ist deutlich schneller erreichbar und zeigt früh, ob die Annahmen stimmen.
Was muss ich vorbereiten, bevor ich eine App entwickeln lasse?
Vor der App-Entwicklung solltest du deinen heutigen Ablauf Schritt für Schritt beschreiben können: wer was macht, welche Daten anfallen und welche Programme beteiligt sind. Ein fertiges Lastenheft brauchst du nicht, das Anforderungsdokument entsteht in der ersten Phase gemeinsam.
Brauche ich ein eigenes Konto im App Store?
Ein eigenes Konto im App Store und in der Google Play Console ist sehr zu empfehlen. Läuft die App über das Konto des Dienstleisters, ist ein späterer Wechsel aufwendig. Beide Konten kosten eine Gebühr bei Apple beziehungsweise Google.
Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen?
Die Kosten einer App ergeben sich aus dem Funktionsumfang, der vorher schriftlich festgehalten wird. Ein Preis ohne diesen Umfang wäre geraten. Bei uns wird in gleichen Monatsraten über die Projektlaufzeit bezahlt, eine belastbare Größenordnung gibt es nach dem Erstgespräch.
Native App oder Flutter-App?
Eine Flutter-App entsteht aus einer Codebasis für iOS, Android und Web und ist deshalb oft schneller und günstiger zu entwickeln und zu pflegen. Native Entwicklung kann sinnvoll sein, wenn eine App sehr eng mit besonderen Gerätefunktionen arbeitet. Welche Variante passt, hängt von Zielgruppe und Funktionen ab.
Porträt von Pascal Klingspohn
Geschrieben von

Pascal Klingspohn

Geschäftsführer, MAWU Software GmbH

Pascal Klingspohn ist Geschäftsführer der MAWU Software GmbH und entwickelt seit über zehn Jahren Apps, Websites und Individualsoftware. Er verantwortet jedes Projekt von der Anforderungsanalyse über Konzeption und Entwicklung bis zum Betrieb nach dem Launch.

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